Fragen und Fachbegriffe

Stress-Symptome

Wie äußern sich die Symptome bei anhaltendem Stress?

  • Herz-Kreislauf Beschwerden (Bluthochdruck, Schwindel,  Herzrasen, Atembeschwerden)
  •  Schmerzen (Kopf-, Rücken-, Gelenkschmerzen)
  •  Durchfall, Verstopfung, Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen
  •  Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Muskelkrämpfe
  •  Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, Vergesslichkeit
  •  Ruhe- und Rastlosigkeit, Nervosität
  •  Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  •  Nicht abschalten können, unzufrieden, ängstlich, schlecht     gelaunt und gereizt sein
  •  Sich hilflos, fremdbestimmt oder deprimiert fühlen
  •  Nachlassen der psychischen Belastbarkeit

Mit welchen Folgen kann man rechnen?

  • Störungen der kognitiven Leistungsfähigkeit
  • Depressionen
  • Tinnitus, Hörsturz, erhöhter Augeninnendruck
  • Muskelverspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen
  • Koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck, Infarkt
  • Erhöhte Blutfette
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Potenzstörungen
  • Zyklusstörungen
  • Schlafstörungen
  • Verminderte Schmerztoleranz
  • Fehlregulation der Immunkompetenz

Symptome nach Herzinfarkt

Der akute Herzinfarkt wird in der wissenschaftlichen Literatur als ein potenziell psychisch schwer belastendes Ereignis erkannt

(Benjamin Barde & Jochen Jordan: Klinische Psychokardiologie 2015).

Zu den häufigsten Symptome nach einem Ereignis zählen:

  • Angst, Depressivität, Panikstörung
  • Erschöpfung, Schlafstörungen
  • Sexuelle Probleme, Selbstzweifel
  • Impulsives Verhalten, Gereiztheit
  • Funktionelle Störungen
  • Sozialer Rückzug, Ängste vor sozialem Statusverlust
  • Probleme bei der Rückkehr zur Arbeit
  • Probleme bei der familiären Reintegration
  • Probleme bei der Änderung des Lebensstils



Respiratorische Sinusarrhythmie

Die Respiratorische Sinusarrhythmie (RSA), gelegentlich auch Respiratorische Arrhythmie, beschreibt die atemsynchrone Schwankung der Herzfrequenz. Bei Einatmung erhöht sich die Herzfrequenz, bei Ausatmung sinkt sie wieder. Atemfrequenz und Herzfrequenz sind deutliche Rhythmen. Sie stehen in Bezug zueinander und dabei treten Schwankungen auf. Die Messung der Respiratorischen Sinusarrhythmie ist ein etabliertes Standardverfahren was Hinweise über den Stresszustand geben kann.

Vegetatives Nervensystem

Eine zentrale Rolle bei der Steuerung wichtiger Funktionen in unserem Körper von der Atmung über das Herz-Kreislauf-System bis hin zur Verdauung übernimmt das unbewusste, sog. vegetative Nervensystem (VNS). Das VNS mit seinen beiden Hauptnerven Sympathikus und Parasympathikus, ist eine übergeordnete Steuerzentrale im Körper, welche untergeordnete Prozesse und alle Vitalfunktionen wie Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz, Immun-, Hormon- und Verdauungssystem, Energiebereitstellung usw. steuert und reguliert.




Koronararterien

Die Koronararterien (Herzkrankgefäße) sind Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Energie und Sauerstoff versorgen.

 

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die KHK ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, meistens durch Atherosklerose hervorgerufen. Die Leistungsfähigkeit des Herzens lässt dabei immer weiter nach. Angina pectoris Beschwerden (Brustenge - als Zeichen mangelnder Durchblutung des Herzens) treten bei einer KHK häufig auf.

 

Ischämie

Eine Mangeldurchblutung von Gewebe oder eines ganzen Organs. Ischämien im Herzmuskel sind die Ursache der Beschwerden bei Angina pectoris.

 

Stent

Bei einem Stent – auch Gefäßstütze genannt – handelt es sich um ein medizinisches Implantat, ein kleines, aus Drahtgeflecht oder Kunstfasern bestehendes Röhrchen, das in ein Gefäß eingesetzt wird. Ein Stent stabilisiert verengte Gefäße nach deren Erweiterung mit dem Ziel, einem erneuten Gefäßverschluss vorzubeugen. Außerdem fixiert die Gefäßstütze aus Metall oder Kunstfasern Gefäßablagerungen, glättet die Oberfläche des Gefäßinnenraums, indem sie gegen die Gefäßwand gepresst wird und verbessert dadurch den Blutfluss im Gefäß.

Es gibt unbeschichtete Stents (bare metal stents), medikamentenbechichtete Stents (drug eluting stents) und resorbierbare Stents.

 

Bypass

Künstliche ,,Umgehung" verengter oder verschlossener Blutgefäße, um die Blutversorgung des Herzens zu verbessern. Die dafür notwendigen Blutgefäße werden entweder aus körpereigenem Gewebe (z.B. Unterschenkelvenen) oder aus Kunststoff gebildet.

 

Defibrillator

Der Defibrillator (Implantable Cardioverter Defibrillator) auch "Defi" genannt, ist ein Elektroschockgerät in Miniaturausgabe. Er überwacht den Herzrhythmus und gibt im Bedarfsfall elektrische Impulse ab, die den normalen Herzrhythmus wieder herstellen.

Eine Defibrillation wird notwendig, wenn es als Folge von Herzrhythmusstörungen zu einem extrem beschleunigten Herzrhythmus oder zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommt. Der Betroffene wird durch den ausgesendeten elektrischen Impuls wiederbelebt, beziehungsweise das Herz zurück zum normalen Rhythmus geführt. Ein Defibrillator hilft, lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen: Stressbewältigung-Kaluza Springer Verlag 2011, Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, Cardioguide-der Herzführer, Angina pectoris-20 Fragen Springer Verlag 2015, Klinische Psychokardiologie Brandes & Apsel Verlag 2015,  J.F. Heinmann, Herzberatung.de, Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe-Duden E-Book 2014.


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